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Subversiv

+++31.07.2020+++UPDATE+++

SEG bedauert Abschied vom Subversiv

Mit dem Subversiv verabschiedet sich die erste sozio-kulturelle Einrichtung von der Bochumer Straße. Die jungen, engagierten Menschen des Vereins haben viel dazu beigetragen, die Bochumer Straße  wieder für Jugendliche und junge Erwachsene aus Gelsenkirchen und dem gesamten Ruhrgebiet interessanter zu machen. Durch ihre Musik- und Kulturevents sind sie weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und sorgten mit für eine positive Ausstrahlung des Quartiers. Dafür sind wir sehr dankbar.

Nachvollziehbar ist für uns, dass junge Menschen, die über 10 Jahre ehrenamtlich aktiv das Kulturleben gefördert haben, in einem neuen Lebensabschnitt von Beruf und Familie dies nicht mehr stemmen können. Nicht zuletzt die Corona Krise hat ihnen den Betrieb nahezu stillgelegt.

Mittlerweile gibt es im Quartier Bochumer Straße immer mehr junge, sozial und kulturell interessierte Menschen, mit denen die SEG den Betrieb der Location Bochumer Straße 138 und die Umsetzung des Nutzungskonzeptes vorstellen kann. Mit der Unterstützung der Baumaßnahme aus Städtebaufördermitteln ist ein Nutzungskonzept festgelegt, dass hier einen „Begegnungsraum für urbane Kunst und Kultur“ sieht, in dem vielfältige, soziale und kulturelle Aktivitäten wie Filmabende, Vortragsreihen, Leseabende, kleinere Theaterveranstaltungen, Bücherbasare und auch Konzerte stattfinden sollen. Zukünftig soll nach Ansicht von Helga Sander, Geschäftsführerin der SEG, stärker der Treffpunktcharakter fürs Quartier entwickelt werden, mit Getränkeverkauf, Kuchen und Snacks auch auf der Sonnenterrasse im Garten. Erfreulich ist, dass Einzelpersonen aus dem Kontext des Subversiv sich vorstellen können, Aktivitäten und Veranstaltungen nach Auflösung des Vereins einzubringen. Somit sieht die SEG zuversichtlich in die Zukunft.

 

 

Es war einmal und wird wieder sein

Bereits 2011 wurde das Potenzial der Bochumer Straße für die Umsetzung dieses Projektes entdeckt. Großer Leerstand und ein dringender Bedarf an kulturellen Angeboten, besonders für junge Erwachsene, boten den idealen Ort für das Subversiv. Aufgrund baulicher Mängel musste das alte Ladenlokal 2014 schließen, trotz großen Interesses an den Veranstaltungen. In den folgenden Jahren hat sich die Bochumer Straße stark entwickelt. Neben den Projekten des Kreativ.Quartier Ückendorf findet das Subversiv seit Ende Oktober 2018 nun seinen neuen Platz in der Bochumerstraße 138.

Ob es neben den vielseitigen Projekten des Kreativ.Quartier Ückendorf noch Bedarf am Subversiv gibt? Na klar! Die Kombination aus kulturellem Angebot, politischen Inhalten und lockerem Nachtleben ist in Ückendorf einzigartig – und deshalb eine Bereicherung für den gesamten Stadtteil.

 

Wiedereröffnung in erbaulicher Atmosphäre

Ende Oktober 2018 fand die Wiedereröffnungsfeier des Subversivs statt. Geplant war ein Tag, der sich inhaltlich in die drei Themen Kunst, Politik und Kultur gegliederte. Bei diesen Workshops, Vorträgen und Konzerten fand sich ein buntes Publikum wieder, wie es das Subversiv auch befürwortet. Eine große Besonderheit hatte das Ganze aber doch. Zum Eröffnungstermin waren die Räumlichkeiten nutzbar, aber eben noch nicht ganz fertig. So fand alles in einer erstaunlich erfrischenden Baustellenatmosphhäre statt. Kathi Flisikowski vom Subversiv-Team sagte darüber: 

"Trotz der Baustellensituation lief alles wie geplant, alle Programmpunkte waren sehr gut besucht, nichts ist schief gegangen und es kamen unglaublich viele, sehr verschiedene Besucher*innen. Alles in allem sind wir überglücklich über das Publikum, den Verlauf und die Stimmung auf dem gesamten Festival. Genau so einen Auftakt haben wir in Ückendorf gebraucht!" 

Hier einige Impressionen der Eröffnungsfeier, der die Baustellenatmosphäre sehr gut gestanden hat:

 

 

Sub-Wer?

Hinter dem Projekt steht der gemeinnützige Verein „Subversiv Gelsenkirchen – Verein zur Förderung urbaner Kunst und Kultur e.V.“, die Organisation erfolgt ehrenamtlich. Entstanden ist der Verein durch eine Gruppe von Freund*innen, die einen Raum zum Wohlfühlen und zur freien Entfaltung gesucht haben. Schnell wurde deutlich, dass ein Bedürfnis nach solch einem Ort in vielen Gelsenkirchener*innen vorhanden ist. Der Rahmen ist gewachsen, die Motivation ist heute dieselbe wie damals: einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen, gleich welcher Herkunft, gewählten Lebensstils oder Alters wohl fühlen; einen Ort zu etablieren, der die vielen, teilweise noch versteckten kreativen Potenziale im Quartier bündelt und in dem Raum geschaffen wird für Ideen, an denen das Projekt sowie jede*r Einzelne wachsen kann.

 

Sub-Was?

Und warum heißt das Projekt „Subversiv“? Als subversiv bezeichnete Vorgänge zielen auf einen Wandel bestehender Ordnungen ab. Das Projekt möchte ein Gegenmodell zu ausgrenzenden Strukturen in unserer Gesellschaft darstellen. Es soll ein Ort erschaffen werden, an dem sich alle Menschen frei entfalten können. Insbesondere Personen die sich von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen, weil sie nicht den Normen und Werten der Mehrheitsgesellschaft entsprechen. Das ist Subversiv!

Kontakt:
Subversiv Gelsenkirchen
Bochumer Straße 138
45886 Gelsenkirchen
info@subversiv-gelsenkirchen.org
https://subversiv-gelsenkirchen.org/
www.facebook.com/subversivge

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