Verlöschendes Industriezeitalter

21.03.2018

Wie lässt sich die Stagnation der Großregion Ruhrgebiet, einst wirtschaftlich dynamischster Teil Deutschlands, verstehen und erklären? Was führt heraus? In dem Buch „Verlöschendes Industriezeitalter. Suche nach Aufbruch an Rhein, Ruhr und Emscher“ geht die Autorin Ingrid Krau dieser häufig diskutierten Frage nach.

Sie wuchs im Ruhrgebiet auf und arbeitete dort lange aus Interesse an dieser Industrieregion und ihrer Stadt- und Regionalentwicklung. Zudem ging sie in die kommunale Entwicklungsplanung Duisburgs und von da in die Stahlindustrie selbst, erarbeitete danach Konzepte der Nachnutzung der Industrieanlagen des Bergbaus für die IBA Emscher Park und führte ein eigenes Planungsbüro. Während der Städtebauprofessur an der TU München blieb sie eine aufmerksame Beobachterin der Langzeitentwicklung des Reviers in ihrer differenzierten Sicht auf die Stagnation nach dem Niedergang der Montanindustrie. Der viel beschworene Strukturwandel hat zu weiten Teilen keine tragfähigen neuen Strukturen geschaffen. Ingrid Krau beschreibt in ihrem Buch ein vielschichtiges Bild der Region verbunden mit
dem Ziel, Wege in eine mögliche und wieder prosperierende Zukunft zu finden. Zukunft muss fühlbar, fassbar und sichtbar sein und gelebt werden. Die Autorin spricht sich daher für eine künftigen urbanen Stadtraum, der den Jungen Menschen einen umfassenden Ort der Bildungsangebote und des miteinander Lernens bietet. Städtebauliche Erneuerung und Bildung sollen hier eine Symbiose bilden. So kann Gelsenkirchen wieder strahlen und auf die öffentliche Bühne treten.

Autorin Ingrid Krau stellt ihr Buch im Plenarsaal des Wissenschaftsparks vor. Im Anschluss diskutieren Michael von der Mühlen, Staatssekretär a.D. und Prof. Dr. Stefan Goch, Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) und StadtBauKultur NRW.

Ort: Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstr. 14

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