Schicht im Schacht – Leben ohne Kohle

18.12.2018 18:30 – 06.04.2019 18:30

Fotografie-Ausstellung / 19. Dezember bis 6. April 2018 Schicht im Schacht - Leben ohne Kohle

 
Vier Fotografen zeigen die Spuren einer lebendigen Vergangenheit und thematisieren, wie es nach Ende der Kohlenforderung weitergeht.
 

In jedem Ende Steckt ein Neuanfang

Gelsenkirchen, 6. Dezember 2018 - 2018 wird mit der Schließung des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop das Ende des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet begangen. Doch in jedem Ende liegt ein neuer Anfang. Eine neue Fotografieausstellung richtet nun einen gegenwartigen Blick auf die Region und ihre Hinterlassenschaften. Unter dem Titel "Schicht im Schacht - Leben ohne Kohle“ werden in der futuristischen Glasarkade im Wissenschaftspark Gelsenkirchen über 60 Werke von zwei Fotografinnen und zwei Fotografen gezeigt. Sarah Blümel, Tom Pflaum, Natalie Richter und Vladimir Wegener haben den Abschied von der Kohle mehrere Jahre lang aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beobachtet.
 

Arbeiten von Absolventen der Folkwang Universität

Mit den Resten des Bergbaus und den Spuren, die dieser hinterlassen hat, befassten sich drei Absolvent*innen der Folkwang Universität der Künste. Sie haben über mehrere Jahren hinweg eine fotografische Bestandsaufnahme lebendiger Bergbauvergangenheit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: Sarah Blümel fotografierte den Alltag der ehemaligen Bergarbeitersiedlungen in der Jetztzeit. Vladimir Wegener inszenierte Bergehalden im Prozess der Rekultivierung und Natalie Richter nahm Objekte im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Kunst in den Blick. Die außergewohnlichen Fotoarbeiten entstanden in einem Studienprojekt unter Leitung von Prof. Gisela Bullacher mit Unterstützung der RAG Aktiengesellschaft, dessen Ergebnisse in einer Buchreihe im C.H.Beck Verlag veröffentlicht wurden.
 

Eine Langzeitstudie über 15 Jahre

Der vierte Fotograf der Ausstellung, Thomas Pflaum, hat über 15 Jahre lang, seit 1993 das „Leben ohne Kohle“ portraitiert. In einem Langzeitprojekt, gefördert durch die VG Bild-Kunst, beobachtet er, wie die Transformation einer Region nach der Schließung der letzten Zeche weiter geht, und fragt, ob alte Zechen als aufgehübschte Orte für Touristen und die Freizeitgesellschaft reichen.
 

Pixelprojekt_Ruhrgebit im Wissenschaftshafen

Der Ausstellungsort Wissenschaftspark ist ein eingeführter und anerkannter Ort für Fotografieausstellungen. Er steht für den Wandel des Ruhrgebiets und aber auch für den Diskurs zur Zukunft des Ruhrgebietes. Regelmäßig werden hier die Neuaufnahmen in das Pixelprojekt_Ruhrgebiet gezeigt, sowie der europäische Architekturfotopreis.
 

Einladung zur Eröffnung

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, 18. Dezember 2018, um 18.30 Uhr, statt. Nach einem Grußwort des Wissenschaftspark-Geschäftsführers Wolfgang Jung wird Prof. Gisela Bullacher, Folkwang Universität der Künste, in die aktuelle Ausstellung einführen. „Schicht im Schacht – Leben ohne Kohle“ kann vom 9. Dezember 2018 bis zum 6. April 2019 wahrend der Öffnungszeiten des Wissenschaftsparks, Munscheidstraße 14, in Gelsenkirchen, Montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr, und samstags von 7.30 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt zur Ausstellung sowie zur Eröffnung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

Kontakt/Rückfragen:

Fotografieprojekte Peter Liedtke,
Tel. 0209. 40 858 994,
Bergmannstraße 37,
45886 Gelsenkirchen
 
Wissenschaftpark Pressestelle,
Sabine von der Beck,
vdB Public Relations,
Tel. 0209.167-1248,
info@vdbpr.de

Ort: Wissenschaftspark, Mundscheitstraße 14

Zurück