Die Kreativen des Projekts CoCreation-Residency Ruhr

Kaoutar Aboueloula-Peindl
Kaoutar Aboueloula-Peindl (c) Pedro Malinowski

Kaoutar Aboueloula-Peindl ist Innenarchitektin/Szenografin und Künstlerin, geboren und aufgewachsen in Casablanca, Marokko. Aboueloula-Peindl schloss ihr Diplomstudium 2012 in Innenarchitektur/Objektdesign und Kunst an der „Ecole Superieure des Beaux Arts" in Casablanca (Marokko) ab. Aktiv in verschiedenen kreativen Bereichen von Objektdesign bis hin zu Performancekunst ebenso wie die bildende Kunst, führte sie dazu, mit neuen Medien und Materialien in Kontakt zu kommen und Erfahrungen zu sammeln, die dazu beigetragen haben, neue Perspektiven und Interesse an konzeptioneller kreativer Arbeit zu entwickeln. 2015 begann sie in Deutschland ihr Masterstudium der Szenografie und Kommunikation an der fh Dortmund, ein Bereich, der ihre Leidenschaft von Design und Kunst verbindet. Sie versucht fortwährend in fremde Welten einzutauchen, um neue Erfahrungen daraus zu erlangen. Dies beschränkte sich nicht nur auf unterschiedliche Tätigkeitsfelder, in denen sie aktiv war, sondern auch auf kulturelle Unterschiede der Kreativität. So hat Aboueloula-Peindl zum Beispiel Performancekunst in Südkorea beim Korean Experimental Arts Festival in Seoul durchgeführt oder war an einer multikulturellen Projektrealisierung des Szenografie-Kolloquiums im DASA-Museum beteiligt.

Sabeth Dannenberg
Sabeth Dannenberg (c) Pedro Malinowski

Sabeth Dannenberg arbeitet seit ihrem Masterabschluss (2015) im Studiengang Physical Theatre (Folkwang UdK Essen) freischaffend als Performerin und Theatermacherin in NRW und Portugal. Akrobatischen Input erhielt sie am Circus Warehouse NYC (2013). Ab September 2017 ist sie am Schauspielhaus Bochum in "Moondog" zu sehen. Seit 2016 hat sie einen Lehrauftrag für Physical Theatre im Masterstudiengang „szenische Forschung“ an der Ruhr-Uni Bochum inne. Fortlaufend arbeitet sie choreografisch mit Cactus Junges Theater Münster zusammen, wo sie 2016 im Rahmen des NRW-Nachwuchsstipendiums tätig war. In Kooperationen mit Kolleginnen aus den Bereichen Tanz, Performance, Neuer Zirkus entstehen eigene Theaterstücke und Choreografien. In Portugal setzt sie sich spielerisch mit Ort und Passanten im öffentlichen Raum auseinander. Dies konnte sie 2016/2017 durch ihren Austausch mit der Straßentheaterkompanie Projeto EZ vertiefen (Erasmus für JungUnternehmerInnen). Unter dem Lable "Physical Monkey" konzentriert sie seit 2017 ihre Solo-Performances, in denen Akrobatik und theatrale Narration miteinander verschmelzen. Im Zentrum steht der Chinesische Mast, ein traditionelles Zirkusgerät, das eingebettet ins Bühnenbild absurde und poetische Perspektiven ermöglicht. Zuletzt war dies mit "Die Schwalben fressen Mehl" im Pumpenhaus Münster (Wiederaufnahme 3. und 4.11.17) auf der Bühne und auf  diversen Festivals in DE/PT zu sehen. Bisherige Kooperationen fanden statt mit AgitÁgueda Festival (PT), BochumBiennale (DE), FestivalDosCanais (PT), FFT Düsseldorf (DE), Flottmannhallen Herne (DE), Full Spin Festival (DE), Imaginarius Festival (PT), Platzhirsch Festival (DE), Pumpenhaus Münster (DE), RaumFormen Festival (DE), Studiobühne Köln (DE), TheaterimBallsaal Bonn (DE), West Off Festival (DE).

Ole-Kristian Heyer
Ole-Kristian Heyer (c) Pedro Malinowski

Ole-Kristian Heyer (*23.09.1981 in Mülheim an der Ruhr) schloss sein Studium der freien Kunst im März 2015 mit der Arbeit „Prototyp I (Möbiusband)“ als Meisterschüler von Thomas Zika an der fadbk in Essen ab. Im August 2016 erlangte er seinen zweiten Abschluss als Geograf B.Sc. mit der Abschlussarbeit „Untersuchung zur Ausprägung kognitiver Landkarten und räumlicher Orientierung“ bei Prof. Frank Dickmann an der RUB in Bochum. Er arbeitet insbesondere in den Bereichen Fotografie, Kartografie und Installation, wobei sein Fokus stets auf den inhaltlichen und formalen Funktionsweisen dieser Medien liegt.

Täglich und intuitiv werden Fotografien oder Karten als Werkzeuge zur Zustandsbeschreibung und als Verständnishilfe der Umwelt genutzt. Zu den menschlichen Universalien gehört die Eigenschaft, den umgebenden Raum zu strukturieren und diese Strukturen mental und materiell festzuhalten. Der Kartografie mehr noch als der Fotografie wird dabei eine Wirklichkeitstreue zugeschrieben, ungeachtet der darin eingeschriebenen Weltsichten der AutorInnen, oder der technischen Herstellungseigenschaften, die zu unterschiedlichen Arten von Verzerrungen zwischen Bildrealität und Wirklichkeit führen und bei der Rezeption meist unkritisch übergangen werden. Sowohl die Beschaffenheit dieser Verzerrungen als auch die Potentiale dieser Medien, hinsichtlich ihrer Wirklichkeitsversprechen oder Realitätsbehauptungen, sind Gegenstand seines künstlerischen Forschungsinteresses.

Heyers Arbeiten sind in verschiedenen Sammlungen und Ausstellungen vertreten u.a. beim „Staatspreis NRW – Manufactum 2017“ im MKK Dortmund und im Online-Projekt „Reset the Apparatus“ (Rubrik "Transplanar Images") der Universität für angewandte Kunst („die Angewandte“) Wien.

 

Milica Jojevic
Milica Jojevic (c) Pedro Malinowski

Milica Jojevic ist Szenografin, geboren in Kroatien und aufgewachsen im Ruhrgebiet, wo sie nun auch lebt und arbeitet. Ihren Schwerpunkt legt sie darauf, gestalterisches Know-How mit sozialem Verantwortungsbewusstsein, besonders im öffentlichen Raum der Stadt, in Verbindung zu bringen.
In Ihrem Bachelorstudium des [cultural engineering]s in Magdeburg befasste sich Milica Jojevic vertieft mit der wissenschaftlichen Seite von Raumbildung und sozialen Gefügen im Raum. Zu dieser Zeit und auf dieser Grundlage begründete sie z.B. einen urbanen Nutzgarten (IkuGa Magdeburg) auf einer Brachfläche mit, organisierte als Mitglied verschiedener Kollektive Ausstellungen (z.B. Salomon, Magdeburg), ein Kunstfestival (Romantik 2.0, Magdeburg) und Abendveranstaltungen in ästhetisch interessanten und städtebaulich relevanten Leerständen. Diese Arbeitsweise mündete in der Konzeption der 9 Meter hohen LED-Installation „Rubik´s Cube“, die 2012 auf dem Fusion Festival (Lärz) erstmals aufgebaut wurde. Um diesen aufkeimenden künstlerischen Ansatz weiter zu vertiefen schloss Milica Jojevic, nach einem längeren Auslandsaufenthalt in Paris, Madrid und Rovinj, den Master Scenographic Design and Communication in Dortmund an. Hier entwarf und baute sie ein Bühnenbild für das Theaterstück „Das Tagbuch der Anne Frank“ (Marl, Berlin), konstruierte die Sound-Installtion „Transfer“ (Warschau) und blieb dem Ausstellungsdesign (Podest 2016, Dortmund) treu. Als bevorzugter Spielort und Inhalt dieser Arbeiten bestätigte sich der öffentliche Raum der Stadt.

Roberta de Lacerda Medina
Roberta de Lacerda Medina (c) Pedro Malinowski

Roberta ist 32 Jahre alt und kommt aus Rio de Janeiro, Brasilien. Sie hat ihren Bachelor in Kommunikation/Medienwissenschaft 2008 an der Pontifical Catholic University of Rio de Janeiro absolviert. Nach ihrem Studium sammelte sie viele Erfahrungen mit der audiovisuellen Produktion für Werbe- und Fernsehprogramme. In Deutschland (seit 2011) hat sie auch bei Videoproduktionen, Online-Marketing, Social Media, am Theater und in der Festivalorganisation mitgearbeitet. Im September 2015 begann sie ihren Master in "Professional Media Creation" am SAE-Institut (Bochum) in Kooperation mit der Folkwang University, den sie Ende September 2017 abgeschlossen hat. Während ihres Studiums hat sie das Projekt "Nobis Conecta" entwickelt, in dem sie als künstlerische Leiterin und Video-Künstlerin tätig war. Als Abschluss ihres Masters hat sie erste multi-mediale Aufführungen mit verschiedenen Künstlern gemacht: "Nobis Conecta#1". Jetzt wird sie während der Co.Creation Residency Ruhr "Nobis Conecta#2" zusammen mit den anderen Künstlern der Residency durchführen.

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